Von München aus ist man schnell überall. Und dafür muss man nicht einmal den Flieger nutzen: Per Schnellzug seid ihr in kürzester Zeit in Italien oder den Alpen. Am gemütlichsten ist dabei die Reise mit einem Nachtzug – in München einschlafen, im Urlaub aufwachen! Und die guten Neuigkeiten lauten: Bald gibt es eine neue Verbindung. Schon ab dem 14. Dezember könnt von München aus über Nacht nach Polen reisen.
Über Nacht von München nach Polen
Der EuroNight (EN) „Carpatia“ (betrieben von PKP Intercity) führt euch in einer einzigen, rund 16-stündigen Reise durch vier Länder. Diese neue, tägliche Zugverbindung überquert dabei vier Länder: Polen, Tschechien, Österreich und Deutschland. Am späten Nachmittag startet ihr in Przemyśl (ca. 17:51 Uhr) und erreicht München Hbf am nächsten Morgen (ca. 10:24 Uhr).
Der neue Nachtzug ist ein sogenannter Kurswagenzug, was bedeutet, dass er während der Fahrt geteilt wird. So können verschiedene Ziele erreicht werden. Nach dem Start in Przemyśl und einem Halt in Krakau fährt der Zug bis zum tschechischen Bahnhof Bohumín. Dort wird er geteilt: Ein Teil fährt als Südost-Achse weiter in Richtung Budapest und Bratislava. Der zweite, für Reisende nach Deutschland relevante Teil (die West-Achse), setzt seine Reise über Österreich fort.
Wichtige Haltepunkte auf dem Weg nach Deutschland sind dabei die Hauptbahnhöfe von Wien, Linz und Salzburg, bevor der Zug schließlich in München endet. Die Rückfahrt startet in München Hbf am Abend gegen 18:45 Uhr.
So könnt ihr den neuen Nachtzug buchen

16 Stunden im Zug sind eine Menge, auch wenn es über Nacht ist. Das ist den Betreibern des EuroNight „Carpatia“ aber bewusst. Wie viele andere Nachtzüge von München aus bietet euch auch dieser verschiedene Komfortklassen, um die lange Reise angenehm zu gestalten. Ihr könnt zwischen Sitzplätzen für kürzere Strecken wählen oder auch im Liegewagen schlagen. Dabei gibt es Abteile für 4, 5 oder 6 Personen und sogar auch Einzel-, Doppel- oder Dreibett-Abteile – wahlweise sogar mit Dusche. Dafür müsst ihr aber etwas tiefer in die Tasche greifen.
Wie viel das ganze genau kosten soll, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Buchen könnt ihr eure Reise aber bald über die Websites von Interrail oder der Österreichischen Bundesbahnen. Wer im neuen Jahr einmal nach Polen reisen will oder noch diesen Winter die berühmten tschechischen Weihnachtsmärkte sehen möchte, kann ab dem 14. Dezember seine Reise planen!
