Wenn es draußen so kalt ist, wie es das aktuelle Wetter hergibt, dann wollen wir eigentlich nur zuhause unter unserer Decke bleiben. Zwar bietet München die schönsten Rodelgebiete in direkter Umgebung an – sogar Skilaufen können wir in der Stadt – aber irgendwann ist die Kälte wohl genug. Wer sich dann nicht nur in den eigenen vier Wänden aufhalten will, findet diesen Monat einen Höhepunkt im Veranstaltungekalender. Wie wäre es mit etwas Kunst und Kultur, um das graue Wetter zu vertreiben? Das Kunstfestival „Out of the Box“ ist für seinen experimentellen Charakter international bekannt.
Kunst, die um die Ecke denkt

Das Festival bricht, wie der Name schon sagt, aus herkömmlichen Denk- und Kunstkategorien aus. Hier wird ganz einfach „Out of the Box“ gedacht! Die großen Fragen der diesjährigen Version lauten: Was bedeutet kulturelles Erbe? Woran erinnern wir uns? Was macht uns unverwechselbar?
Über drei Wochen lang bietet das Festival dazu verschiedene künstlerische Antworten an, die überraschen werden. Und das in verschiedenen Disziplinen: Es verbindet Bildende Kunst, Musik, Performance, Tanz und digitale Medien. Menschlichkeit und Diversität werden groß geschrieben. Das Kunstfestival dient dabei als Plattform für Künstler:innen, die neue Ausdrucksformen suchen und die Grenzen zwischen Publikum und Kunstwerk aufweichen wollen. In München ist das Werksviertel-Mitte rund um den Ostbahnhof ein zentraler Hub.
Das erwartet euch im Programm

Insgesamt erwarten euch über 20 Konzerte und noch mehr Installationen und Performances in und um München. Auch Wohnzimmerkonzerte stehen im Programm, die euch noch näher an die Künstler:innen bringen sollen. Die genauen Daten und Termine findet ihr auf der Homepage des Festivals. Die Veranstaltungeorte befinden sich bewusst an eher ungewöhnlichen Orten – eben ganz nach dem Motto „Out of the Box“.
Zu den teilnehmenden Künstler:innen gehört zum Beispiel Dobrinka Tabakova, die ihr Konzert „The Patience of the Trees“ in Deutschland erstaufführt. Andere Künstler:innen verbinden Klang und Kunst, wie die Installation von Ben Miller. Die 360-Grad Immersive-Audio-Umgebung im Werksviertel-Mitte wird zwei Wochen lang erlebbar sein. Neben den Aufführungen gibt es häufig Panels, Workshops oder Talks, bei denen ihr über die Rolle der Kunst in der Gesellschaft und den Einfluss der Digitalisierung diskutieren könnt.
In einer Stadt wie München, die oft für ihre klassische Hochkultur – Oper, Pinakotheken – bekannt ist, bildet das „Out of the Box“ Festival einen umso wichtigeren Gegenpol. Es ist besonders alternativ und dürfte viele Überraschungen beinhalten – perfekt geeignet, um im Januar einmal etwas ganz Neues zu erleben.