Letzte Woche erst ist der höchste Supermond des Jahres am Münchner Nachthimmel aufgegangen und nun erwartet uns bereits das nächste astronomische Highlight. Circa vom 07. bis 17. Dezember ziehen die Geminiden über den Nachthimmel. Der Meteorstrom konnte in den letzten Jahren einen Anstieg an sichtbaren Sternschnuppen verzeichnen und überholt mittlerweile sogar die Perseiden im August. Wir verraten euch, wann und wie ihr ihn über München beobachten könnt.
Die Geminiden: Bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde

Die Geminiden treten jedes Jahr im Dezember auf, werden jedoch aufgrund des kälteren Wetters viel seltener beobachtet als die Perseiden im August. Dabei erreicht ihr Radiant, von dem die Sternschnuppen stammen, schon gegen Mitternacht sein Maximum, was zur Folge hat, dass man die Geminiden bereits in den frühen Abendstunden zu sehen bekommen kann. Die hellsten Sternschnuppen leuchten allerdings erst nach dem Maximum auf. Eine weitere Besonderheit der Geminiden ist, dass sie von einem Asteroiden und nicht von einem Kometen stammen, wie die meisten anderen Meteorströme. Dieser Asteroid, der Patheon, liegt nahe des Sternbilds Zwilling, woher die Geminiden ihren Namen haben.
Über die letzten Jahre und Jahrzehnte hat sich die Aktivität des Meteorstroms erhöht und übertrifft mittlerweile sogar die der Perseiden im Sommer. Im Durschnitt kann man 30 bis 60 Sternschnuppen pro Stunde beobachten; das bisherige absolute Maximum lag bei fast 200 in 2015. Seither ist die Zahl jedoch wieder zurückgegangen und hat sich bei 140 bis 150 eingependelt.
Die Geminiden über München

Wenn ihr den Meteorstrom über München beobachten wollt, solltet ihr euch die Nacht des 13. Dezembers im Kalender anstreichen. Vom 13. auf den 14. Dezember erreicht der Strom seinen Höhepunkt und ihr könnt die meisten Sternschnuppen beobachten. Die Geminiden erscheinen besonders hell am Himmel, weshalb ihr auch in der Stadt gute Chancen habt sie zu sehen, sofern der Himmel wolkenfrei ist. Die meisten Sternschnuppen bekommt ihr aber natürlich an Orten zu sehen, wo die Lichtverschmutzung möglichst gering ist.
Die Geminiden gelten als besonders spektakulär, da sie sehr hell leuchten und mit gerade einmal 35 Stundenkilometern vergleichsweise langsam über das Firmament ziehen. Um dieses Schauspiel nicht zu verpassen, solltet ihr also von Samstag auf Sonntag einen möglichst dunklen Ort aufsuchen und vor allem gegen Mitternacht in den Himmel blicken, wenn der Radiant sein Maximum im Südsüdosten erreicht. Ihr könnt die Geminiden jedoch bereits ab 18 Uhr die ganze Nacht hindurch erspähen. Also verabredet euch mit euren Freunden, sagt eurer Familie Bescheid oder plant ein romantisches Date und beobachtet die Sternschnuppen. Vielleicht gehen ja noch ein paar letzte Weihnachtswünsche in Erfüllung.