Auf der Theresienwiese wird schon seit Wochen fleißig gewerkelt und es dauert nicht mehr lange, bis es endlich wieder heißt: O’zapft is‘! Während vieles beim altbekannten bleibt, gibt es auch einige Neuerungen, die das Wiesn-Erlebnis noch angenehmer und spaßiger gestalten. Wir zeigen euch, was alles neu ist beim Oktoberfest 2026
Neue Location für das Fundbüro

Jedes Jahr strömen Millionen von Menschen auf die Wiesn, um zu Feiern und Spaß zu haben. Da kann es schon einmal passieren, dass etwas abhanden kommt – vor allem, wenn man etwas zu tief in den Maßkrug geschaut hat. Damit ihr eure Habseligkeiten wiederbekommt, gibt es ein eigenes Fundbüro auf dem Fest. Dieses hat heuer einen neuen Standort und befindet sich jetzt im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe. Hier könnt ihr täglich von 13 bis 20 Uhr vorbeischauen, wobei gefundene Gegenstände frühestens einen Tag nach dem Verlust hier auftauchen.
Neues Festzelt

Angestammte Münchnerinnen und Münchner haben wohl alle ein Lieblingszelt auf der Wiesn. Neben den altbekannten Wirten gibt es auf dem Oktoberfest 2026 aber auch ein brandneues Zelt, mit dem ihr einmal etwas Abwechslung in euren Besuch bringen könnt. Statt der Münchner Stubn könnt ihr euch in Bartls Flößerstadl niederlassen. Wie der Name bereits verrät, ist das Zelt an die Isarflößerei angelehnt. Fast 400 Leute finden darin Platz.
Neue Rollstuhlreservierung

Wie bereits die Jahre zuvor bemüht man sich auch heuer wieder darum, die Wiesn möglichst barrierefrei zu gestalten. Dazu hat man die Infrastruktur noch einmal verbessert, um weitere Straßen für Rollstuhlfahrende zugänglich zu machen. Außerdem stehen vor Ort Rollstühle zur Verfügung, die ihr ab diesem Jahr vorab online reservieren könnt. Des weiteren wird durch Zusammenarbeit mit der Sunflower-Initiative auch an Menschen mit unsichtbaren Einschränkungen gedacht. Durch Tragen der Sonnenblume weiß das Personal vor Ort Bescheid. Diese Sonnenblume bekommt ihr in der Tourist Information am Marienplatz, an den offiziellen Infoständen auf dem Festgelände und im Museumszelt auf der Oidn Wiesn.

Eine weniger erfreuliche Neuerung auf dem Oktoberfest 2026 sind die abermals gestiegenen Bierpreise. Noch sind die 16€ zwar nicht erreicht, einige der Brauereien kratzen jedoch schon daran. Die Maß liegt heuer zumeit zwischen 14,80€ und 15,90€, mit Ausreißern wie Kufflers-Weinzelt, wo ihr für den Liter Weißbier sogar 18,40 €. Die Preise sind damit im Schnitt 2–3 % höher als im Vorjahr.
Neues auf der Oidn Wiesn

Auf der Oidn Wiesn bleibt das meiste beim Alten, ein paar kleinere Neuerungen gibt es aber doch. So hat die Schützenlisl einen neuen Wirt bekommen und schenkt nun Hacker-Pschorr aus dem Holzfass aus. Und im Museumszelt wurde die Ausstellung erweitert. Thema ist die Jahrmarktfotografie, deren Entwicklung vom 19. Jahrhundert bis heute und welchen Stellenwert sie als Souvenir hat. Um die Oide Wiesn besuchen zu können, gibt es heuer keine Einlassbändchen mehr, sondern es läuft alles per QR-Code. Wer gleich 12 Tickets kauft, bekommt Mengenrabatt und bezahlt nur 10.

Was wäre die Wiesn ohne ihre Attraktionen? Heuer gibt es gleich drei Neuheiten, die ihr ausprobieren könnt:
- Shake & Roll: Ein neuer Break Dance, bei dem die Gondeln frei schwingen und sich überschlagen können
- Das Chaospendel: Ein Fahrgeschäft, das euch nicht nur in bis zu 42 Meter Höhe befördert und 80 km/h schnell wird, sondern ebenfalls über sich überschlagende Gondeln verfügt.
- Fisherman’s: Ein Laufhaus mit drei Ebenen und Seefahrtsthematik, in dem spaßige Hindernisse und coole 3D-Effekte auf euch warten
Tipp: An den beiden Familientagen am 22.09. und 29.09. spart ihr bei der Mitfahrt auf den Fahrgeschäften.
Neue Besucherlenkung

Nach dem es im letzten Jahr zu Schließungen der Wiesn aufgrund von Überfüllung kam, gibt es eigens dazu eine neue Koordienierungstelle auf dem Oktoberfest 2026. Von dort aus überwachen und steuern Sicherheitsbehörden und Veranstaltungsorganisation künftig gemeinsam die Besucherströme, um Überfüllungen frühzeitig zu verhindern. Flankierend dazu lenkt die neue Kampagne „How to Wiesn“ die Gäste gezielt: Sie empfiehlt euch Besuche unter der Woche, die Nutzung verschiedener Eingänge sowie das Ausweichen auf die Schaustellerstraße oder die Oide Wiesn zur Vermeidung von Warteschlangen.