Auch wenn es die eisigen Temperaturen diesen Januar auf den ersten Blick nicht vermuten lassen: Es wird immer wärmer in München. Ob wir in einigen Jahren noch Schnee erleben werden, ist fraglich. Die Klimakrise beschleunigt sich und unsere Erde erhitzt sich in einem Ausmaß, das wir kaum einsehen können. Besonders im Alpenraum wird die Temperatur deutlich steigen – ohne Klimaschutz wohl bis fünf Grad bis Ende des Jahrhunderts. Wie wird unsere Zukunft aussehen? Werden die schönsten Skigebiete in Bayern bald vergessen sein? Und was können wir tun, um das zu verhindern? Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigt sich eine Sonderausstellung „Zukunft Alpen“ im Alpinen Museum mitten in München.
Gletscherschwund und Artensterben in den Alpen
Wie der Klimawandel unsere Welt verändert, zeigt sich in den Alpen ganz besonders. Nicht nur der Schnee und das Eis schwindet, sondern die gesamte Biodiversität, Flora und Fauna der Landschaft verändert sich. Die Ausstellung „Zukunft Alpen. Die Klimaerwärmung“ zeigt diesen Wandel deutlich. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde die Beiträge für diese Exposition ausgewählt. Sie zeigen uns fotografisch, filmisch und interaktiv, wie der Klimawandel in den Alpen aussieht.
Dabei stehen drei Säulen im Mittelpunkt: Der Gletscherschwund (die drastischen Veränderungen des ewigen Eises), die Artenvielfalt (wie Tiere und Pflanzen auf die steigenden Temperaturen reagieren und welche Arten verdrängt werden) sowie Mensch und Tourismus (wie Bergsport und Tourismus nachhaltig gestaltet werden können). Aktuelle Aufnahmen werden historischen Fotografien gegenübergestellt, um die Veränderungen besonders deutlich zu machen. Die komplexen Daten sind verständlich visualisiert, sodass ihr hier eine Menge auf ganz einfache Art lernen könnt.
Was wir tun können: Lösungen für mehr Alpenschutz

Es geht aber nicht nur um die Krise, sondern auch um Anpassungsstrategien und möglich Lösungen. Gerade Skigebiete und Tourismusregionen werden sich stark verändern. In den nächsten Jahren muss die Gesellschaft CO2-neutraler werden, um ihre Natur zu bewahren. Wissenschaftler*innen, Expert*innen von Naturschutzverbänden oder Mitglieder des Deutschen Alpenvereins (DAV) und der Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) stellen ihre Erkenntnisse und Recherchergebnisse dazu zusammen. Euch erwarten ungewöhnliche Geschichten, überraschende Fotografien und inspirierende Ideen.
Informiert euch auf der Website des Museums über die Sonderausstellung. Es ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet sechs Euro.