München macht einen riesigen Schritt in Richtung fahrerlose Zukunft! Erst kürzlich wurden die Pläne der Google-Tochter Waymo für fahrerlose Taxis in München veröffentlicht. Jetzt zieht auch der städtische Nahverkehr nach: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Stadtwerke München (SWM) haben gemeinsam mit der Ingenieurgesellschaft für Auto und Verkehr (IAV) den Testbetrieb für autonome On-Demand-E-Shuttles im Stadtviertel Gern (Neuhausen-Nymphenburg) gestartet.
Das Vorhaben ist Teil des Forschungsprojekts MINGA, was ausgeschrieben für „Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons“ steht. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr flexibler aufzustellen und euch künftig die Anbindung an U-Bahn und Tram spürbar zu erleichtern. Das mit 13 Millionen Euro vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Projekt MINGA läuft noch bis Mitte 2027 und umfasst neben den Shuttles auch einen automatisierten Linienbus sowie ein Bus-Platoon.
Was hinter den autonomen Shuttles steckt

Als technische Basis für die neuartigen On-Demand-Shuttles dient der vollelektrische VW ID. Buzz, der von der Ingenieurgesellschaft für Auto und Verkehr (IAV) umfassend umgerüstet wurde. Ausgestattet mit hochentwickelter Sensorik und einer fortschrittlichen Self-Driving-Software, sind die Fahrzeuge in der Lage, ihre Umgebung präzise wahrzunehmen, Hindernisse frühzeitig zu erkennen und vordefinierte Routen komplett eigenständig zu befahren.
Seit Mitte August 2026 liegt die offizielle Genehmigung vor, sodass aktuell drei Forschungsfahrzeuge durch das Viertel Gern im Münchner Westen fahren dürfen. Da die Fahrzeuge im Straßenverkehr besonders defensiv und vorausschauend agieren, müsst ihr als Verkehrsteilnehmer keine Sonderregeln beachten, solltet jedoch stets einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten, um auf eventuelle, abrupte Bremsmanöver vorbereitet zu sein.
Zusätzlich befindet sich in der ersten Testphase bei jeder Fahrt geschultes Sicherheitsfahrpersonal hinter dem Lenkrad. Diese Experten überwachen sämtliche Manöver und können bei unerwarteten Situationen sofort manuell eingreifen.
Die Zukunft des Münchner ÖPNV startet in Gern

Dass die Erprobung gezielt im ruhigen Wohnviertel Gern startet, hat folgenden Grund: Der Bereich ist bisher vor allem durch Fuß-, Rad- und Autoverkehr geprägt und bietet ideale Voraussetzungen, um zu erproben, wie ein flexibles Ridepooling-Angebot die Anbindung an U-Bahn oder Tram erleichtert.
In einem zweiten Schritt soll das Einsatzgebiet ausgeweitet und das On-Demand-System von ioki integriert werden, das eure Fahrtwünsche per Smartphone-App bündelt. Das Projekt beabsichtigt, dass diese Symbiose aus autonomem Fahren und bedarfsgerechter Beförderung die Zukunft des modernen ÖPNV darstellen wird.
So könnt ihr selbst zu Test-Passagieren werden
Die Mitfahrt von Testpersonen ist in einer späteren Phase des Projekts vorgesehen ist. Wenn ihr selbst hautnah erleben möchtet, wie sich autonome Mobilität anfühlt, könnt ihr euch schon jetzt auf der Projektseite als Testnutzer registrieren.